Veranstaltung in Mülheim

Am 21.08.13 um 20 Uhr im Autonomen Jugendzentrum Mülheim gibt es einen Vortrag mit uns. Diesmal dreht es sich um die Extremismustheorie als Schwerpunkt und nicht um die Comics.

Der Begriff des „politischen Extremismus“ steht für einen theoretischen Ansatz, der sowohl in der Wissenschaft, als auch in realpolitischen Zusammenhängen immer wieder auf Kritik stößt. Diese Kritik bezieht sich vor allem auf eine mangelnde Differenzierung zwischen linken und rechten politischen Spektren und einer daraus resultierenden faktischen Gleichsetzung dieser. Dementsprechend erscheinen realpolitische Entscheidungen, bei denen Bezüge zur Extremismustheorie deutlich werden, mehr als fragwürdig. Als Beispiel ist hier die so genannte „Extremismusklausel“ zu nennen, dessen Ziel es sein soll „eine Unterstützung extremistischer Strukturen“ mit öffentlichen Geldern zu verhindern.

Um der politischen Intention dieser und ähnlicher Entscheidungen auf den Grund gehen zu können, bedarf es einer genaueren Betrachtung der theoretischen Grundlagen des Extremismusbegriffs und seiner Bezüge zur Totalitarismustheorie. Dass der Begriff des „politischen Extremismus“ in der Kritik steht, wird nach der Analyse beider Modelle nicht mehr verwundern. Dies hält den Verfassungsschutz, einige politische Institutionen und Politiker_innen in Deutschland, jedoch nicht davon ab, an dem umstrittenen Extremismusbegriff festzuhalten und weiter mit ihm zu arbeiten.

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